Unsere Orgel in der Stadtkirche


Alles funkelt in neuem Glanz, das sanfte, helle Licht in der Stadtkirche öffnet unseren Blick neu für die Weite des Raums, in dem wir wieder unsere Gottesdienste feiern dürfen, zieht unseren Blick zum Altar mit der Darstellung des gekreuzigten Jesus und wir ahnen dahinter den strahlenden Schein des auferstandenen Christus, unseres Erlösers, der uns in seiner Gemeinschaft, seiner Kirche versammelt, um uns in seine Nachfolge zu rufen. Dankbar und voller Jubel stimmen wir ein in das Lob Gottes.

Aber halt, da fehlt noch etwas! Richtig: ein Blick nach hinten zeigt uns einen letzten dunklen Fleck in unserer prächtig renovierten Stadtkirche. Die "Königin" fehlt!

Von der Königin der Instrumente, der Orgel steht nur noch ein Gerippe, es sieht aus wie am Morgen des ersten Schöpfungstages: wüst und leer. Die bisherige Pfeifenorgel wurde nach Abschluss der Innensanierung der Stadtkirche nicht wieder aufgebaut, denn selbst nach der Instandsetzung wäre sie nur das geblieben, was sie zum Zeitpunkt des Abbaus war: ein klanglich und technisch völlig unzureichendes Instrument. So jedenfalls lassen sich die Gutachten und Stellungnahmen der Orgelsachverständigen zusammenfassen.

Nur der außerordentlichen Virtuosität unserer Kantoren ist es zu danken, dass die Folgen der Unzulänglichkeit der bisherigen Orgel höchstens den besonders empfindsamen und sachkundigen Zuhörern auffielen.

Tradition mit Zukunft


In Deutschland gibt es eine Jahrhunderte alte Orgelbautradition, die einzig auf handwerklicher Grundlage arbeitet. Jede Orgel ist ein Einzelstück und trägt in gestalterischer und klanglicher Hinsicht die Handschrift des Orgelbaumeisters, ist an die akustischen Anforderungen des Kirchenraumes, in dem die Orgel aufgebaut wird, angepasst und orientiert sich an den musikalischen Vorstellungen in der Kirchengemeinde, unterstützt von Kantoren, Orgelsachverständigen und Orgelbaumeistern. Pfeifenorgeln überdauern bei fachgerechter Pflege und Wartung Jahrhunderte.

Das rechtfertigt für die auftraggebende Kirchengemeinde auch den erheblichen Aufwand - nicht nur in finanzieller Hinsicht - der mit Planung, Finanzierung, Genehmigung und dem Einbau einer neuen Orgel verbunden ist. Häufig vergehen Zeiträume von zehn und noch mehr Jahren, bis sich der Wunsch nach einer neuen Orgel erfüllt. Auf dem Weg dorthin bitte wir Sie deshalb um Ihre Unterstützung.

Gottesdienstliche und kulturelle Aspekte


Schon die Größe und der zentrale Standort im Herzen des alten Münchbergs macht die Kirche Peter und Paul zum weithin sichtbaren Mittelpunkt des Dekanats im Münchberger Land. In der Zeit schwindender Gottesdienstbesucher erlebt Peter und Paul regelmäßig Veranstaltungen, die den großen Kirchenraum füllen.

Ob Gottesdienste zu den Festen des Kirchenjahres, wie beispielsweise Weihnachten, Ostern, Erntedeankfest oder Konfirmation, oder großartige Konzerte mit herausragenden Musikern, wie beispielsweise aus Bad Windsheim, Bad Tölz, Wartburg Wind oder German Brass, als auch vor allem die vielen kirchemusikalischen Höhepunkte mit unserem Münchberger Bachchor: die Dekanatskirche erfüllt ihre Aufgabe in jeglicher Hinsicht. Fast ... denn selbst eine hochwertige Digitalorgel, wie sie derzeit als Übergangslösung genutzt wird, kann eine Pfeifenorgel weder in akustischer noch in optischer Hinsicht ersetzen.

Der Neubau einer Orgel wird demnach einen positiven Beitrag sowohl zum gottesdienstlichen wie auch zum kulturellen Leben in Münchberg leisten.